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Saat gut. Alles gut. (5)

Von Ulli Cecerle-Uitz | 16.03.2011 | Kategorie >> Mein Bio-Garten

Nantaise 2, Cherry Belle, Gigante d’Italia, Genoveser… Was klingt wie eine luxuriöse Auswahl an eleganten Künstlernamen, sind die Sortenbezeichnungen für bodenständiges Gemüse und heimische Kräuter wie Karotten, Radieschen, Petersilie und Basilikum.

Allesamt Saatgut aus biologischer Landwirtschaft – gewonnen aus Pflanzen, die ohne Spritzmittel, ohne Kunstdünger, gentechnikfrei und auf ihre Bio-Qualität streng kontrolliert aufwuchsen. Das gesamte Sortiment findest du hier!

Mit insgesamt 22 raschelnden Samensäckchen ausgerüstet, besuche ich die Wiener Bio-Gärtnerei Auer. Darunter natürlich auch die Kollektion an alten Gartensorten. Namen wie Leutschauer Schotenpfeffer, Salatparadeiser Naama, Kaiserspinat Berndorfer oder Gurke Dekan lassen Kennerherzen höher schlagen! Mein Puls ist einstweilen noch ruhig – ein typischer Hinweis auf meinen Neueinstieg in die Welt des Bio-Gartelns.

Unsere Töpfchen und Vorsaatbehälter haben wir bereits behutsam mit Ja! Natürlich Erde gefüllt. Nun kommt die Feinarbeit: Den Säckcheninhalt in die linke Handfläche geleert, werden nun Fingerspitze für Fingerspitze sorgfältig die Körnchen auf die Erde gestreut. Nicht zu dicht. Danach werden die Samen mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt und mit einem Wassersprüher (!) – keine Gießkanne – bewässert. Niemals klopfen oder drücken! Beschämt erinnere ich mich an meine eigene Technik, die ich in meinem Leben vor Ja! Natürlich angewandt hatte: Löcher in die Erde bohren und die Samen in den Tiefen des Erdreichs versenken… Meine Güte. Was man nicht alles schon beim ersten simplen Schritt falsch machen kann!

Folgende Erkenntnisse nach meinem vorschriftsmäßigen Saat-Erlebnis in der Wiener Bio-Gärtnerei Auer:

  1. Die Vorfreude auf eigenes Bio-Gemüse keimt ab dem ersten Samenkorn!
  2. Sind 22 Sorten wirklich genug?
  3. Bin ich schon neugierig? Ja! Natürlich.

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *  *   *   *   *   *   *   *   *   *  

Wer über die Schale mit der Vorkultur Plastikfolie spannt, erzeugt ein ideales Mini-Glashaus-Klima für die Sämlinge. Wichtig auch: Jedes Töpfchen und jede Schale wird mit Namen und Datum gekennzeichnet. Verwechslung ausgeschlossen!

5 Kommentar(e)

Ulli Cecerle-Uitz sagt

Eine Frage, die auf Facebook auftauchte. Die Antwort ist aber vielleicht auch an dieser Stelle interessant:
Warum ist Ja! Natürlich Saatgut teurer als konvetionelle Samen?

Unser Saatgut aus biologischer Landwirtschaft geht durch viele sorgfältige Hände, bevor es in den Ja! Natürlich Tüten zum Verkauf angeboten wird. Unser Sortiment stammt von Bio-Bauern, die Raritätensamen aus der Arche Noah, die alle nach den strengen Bio-Richtlinien das Saatgut gewinnen, wieder ansäen, vorziehen, ernten und wieder gewinnen - sie arbeiten ohne künstliche Dünger und ohne chemisch-synthetische Spritzmittel. Außerdem ist die Saatgut-Gewinnung mit viel Handarbeit verbunden (Reinigung, Keimtestläufe, etc.) – und im kleinen Rahmen teurer als in der Großproduktion von konventionellem Saatgut. Alle Sorten sind samenfest, das bedeutet: Jeder kann aus den geernteten Früchten selbst Samen gewinnen und vermehren. All diese Schritte, die hochwertiges Bio-Saatgut ermöglichen, sind die Ursache dafür, dass die Kosten höher sind als bei konventionellem Saatgut oder bei Hybridsamen (hier können keine Samen aus den Früchten für die neuerliche Ansaat gewonnen werden!).

16.03.2011 um 08:30
david sagt


Hallo Ulli,

jetzt war ich total brav und habe alles so gemacht wie du es beschrieben hast, aber jetzt habe ich doch bedenken.

Ich habe ja nur einen kleinen Balkon und da hab ich das Saatgut jetzt in größere Blumenkisten gegeben. Jetzt ist es bei uns die letzen beiden Tage aber so etwas von kalt gewesen, dass ich die Blumenkisten wieder in die Wohnung gestellt habe.

Wie kalt darf es eigentlich werden? Was hält das Saatgut aus? Es ist nämlich schon ein ziemlicher Aufwand die Blumenkisten täglich rein- und raustragen.

Vielen Dank im voraus,
David

21.03.2011 um 10:15
Ulli Cecerle-Uitz schreibt sagt

Lieber David.
Frisch gesätes Saatgut in Töpfen oder Blumenkistln ist temperaturtechnisch sehr empfindlich. Hat es nicht mindestens ab 12° Plusgrade, sollten die Töpfe nicht im Freien stehen. Das Hin- und Herschleppen kannst du dir aber sparen. Lass die Kistln noch ca. 2 Wochen in der Wohnung stehen. Und ab Anfang April sollte es dann ohnehin schon milder sein.
Viel Spaß und gutes Gelingen!

21.03.2011 um 16:32
david sagt


So jetzt noch einmal mit mir …

Das Büro hat es jetzt auch erwischt und wir werden zu Hobbygärtnern ;-)

Jetzt habe ich noch etwas ja!natürlich Saatgut übrig und die Kollegin nimmt Saatgut vom Mitbewerber mit der grünen Tanne mit.

Meine Frage, dürfen wir das mischen, oder müssen wir streng trennen?

22.03.2011 um 10:10
Ulli Cecerle-Uitz sagt

David! Das nenn ich Saatgut-Fieber! Einfach hinreißend, Euer Garten-Engagement.
Das Mischen des Saatguts empfehle ich nicht. Unser Sortiment ist aus biologischer Landwirtschaft, wie das mit dem anderen Saatgut ist, weiß ich nicht. Jedenfalls würde ich Töpfchen für Töpfchen die Sorten trennen. Und nicht vergessen: Mit den Verpackungssäckchen kennzeichnen!
Gutes Gelingen. - Ich freu mich, von Euren Ergebnissen zu hören!

23.03.2011 um 11:00

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