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Natur innen und außen: Bio-Äpfel in der Folie aus Holz (10)
Den Reigen an nachhaltiger Verpackung mit Zellulosefolie aus Holz eröffneten vor kurzem die Ja! Natürlich Paradeiser-, Chili- und Paprikararitäten. Es folgten die Bio-Heidelbeeren. Und nun werden auch die Bio-Äpfel bei Ja! Natürlich in die umweltfreundliche Hülle verpackt. Mit einem Anteil von 20% am Bio-Obstumsatz rangieren die Äpfel an vorderster Front in der Beliebtheits-Skala. Weg vom Plastik, hin zu ressourcenschonende Lösungen! Die kompostierbare Folie ist der Auftakt für die Green-Packaging-Offensive bei Ja! Natürlich.
Martina Hörmer, Geschäftsführerin Ja! Natürlich
„Bio in Hülle und Fülle“ lautet das Motto, wenn es um das neue Kapitel in der Unternehmensgeschichte der Bio-Marke geht: Bis 2015 werden die Kunststoffverpackungen bei Obst und Gemüse um 25 Prozent reduziert. Das sind bis zu 70 Tonnen Plastik, die in den nächsten Jahren eingespart werden! Das entspricht übrigens jener Menge, die man aus 1,5 Millionen Litern Rohöl produzieren kann – eine echte Pionierleistung am österreichischen Markt!
Die Folie aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz ist 100% kompostierbar und ideal als Verpackung für die knackigen Ja! Natürlich Bio-Äpfel. Schließlich eignet sich nicht jede Art von Lebensmitteln für die Zellulosefolie. Dementsprechend aufwendig war die Forschungsphase, in der Erfahrungen über die Eigenschaften des Verpackungsmaterials gesammelt werden mussten. Die Initiative ist aber damit noch lange nicht abgeschlossen. Ein erster wichtiger Schritt ist gesetzt!
Die verwendete Zellulosefolie wird aus Holz – aus garantiert FSC (Forest Stewardship Council) zertifizierter Produktion – erzeugt. Das heißt, das Holz stammt aus umweltfreundlichen, sozialförderlichen und ökonomisch tragfähig bewirtschafteten Wäldern. Sie kann mit dem Bio-Müll oder über den Hauskompost entsorgt werden, wo sie sich unter optimalen Bedingungen innerhalb weniger Wochen rückstandsfrei zersetzt.
Also: Auf die Bio-Äpfel fertig los! Und das mit doppelt gutem Gewissen.
Bio in Hülle und Fülle: So HÖRT sich die neue nachhaltige Verpackung aus Zellulosefolie an!










Ich finde das eine positive Entwicklung, für meinen Geschmack könnte dies aber noch schneller gehen und das Plastik ganz abgetauscht werden. Immer lauter werden die Stimmen die uns sagen, das es nicht gut für unsere Umwelt ist, das es für uns Menschen ungesund ist. Auf diesen positiven Trend wollte ich auch hinzufügen, das ich es super finden würde, wenn in Zukunft Obst und Gemüse in den Regalen der Märkte auch nicht mehr mit Mikrowellenstrahlung behandelt werden. Auch die Kartoffeln hätte ich gerne ohne radioaktive Bestrahlung, lieber ein paar Wochen im Jahr ohne Kartoffeln.
Herzlichen Dank für Ihr Gehör.
Freundliche Grüße
Bernd Plaschek
Vielen Dank für deine Überlegungen. Wir sind uns natürlich einig - Verpackungen zu vermeiden, ist oberstes Gebot! Dort, wo das Produkt jedoch lichtgeschützt, luftdicht, aus Gründen der Haltbarkeit, Hygiene oder transporttechnisch verpackt werden muss, wägen wir die optimalste Verpackung ab und überlegen verantwortungsbewusst Alternativen. - Wie eben nun als erstes Ergebnis die Zellulosefolie.
Die Initiative ist der Beginn unserer nachhaltigen Verpackungoffensive, in der viel Forschungs-und Entwicklungsarbeit steckt. Auch sind einige Produkte nicht geeignet, in Zellulosefolie verpackt zu werden (Salat etc.). Wir sehen unsere Maßnahmen in einem Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist...
Zu deiner Frage bezüglich Bestrahlung: Bio-Produkte von Ja! Natürlich sind niemals einer Art von Strahlung ausgesetzt!
Und woran erkenne ich die Bio Folie, gibt's ein Erkennungsmerkmal wie ein Siegel o.ä. wenn ich beim Billa durch die Regale flaniere.
Lieber Thomas,
du erkennst die Zellulosefolie an dem flächendeckenden Aufdruck:
Bio in Hülle und Fülle
Kompostierbare Folie aus Holz
Außerdem greift sich die Folie anders an als Plastik.
Wieso ist es nicht möglich bei den Äpfeln auf die Verpackung zu verzichten? Wie es doch auch bei vielen "konventionellen" Äpfeln der fall ist. Sollt man nicht eher da ansetzen?
Liebe Anna.
Die Ausgangsbasis ist: Jedes Produkt stellt Anforderungen in Haltbarkeit, Lichtschutz, Hygiene oder Luftdichtheit. Dementsprechend setzen wir die Verpackungen ein, die für das Produkt und die KonsumentInnen in Frische und Haltbarkeit sinnvoll sind. Da kann die Lösung nicht immer Papier oder der Verzicht auf Verpackungsmaterial sein.
Darüber hinaus müssen wir laut Gesetz dort Verpackung einsetzen, wo es zu Verwechslungen mit den konventionellen Produkten – also den nicht-bio-Produkten – kommen könnte.
Wir sehen unsere Aufgabe darin, in all diesen Überlegungen die Waage zu halten zwischen verantwortungsvollem, nachhaltigem Umgang mit der Umwelt und verbraucherfreundlichen Lösungen. Dabei freuen wir uns über jeden einzelnen Konsumenten, der mit uns denkt!
Finde ich eine ganz tolle Sache und würde auch ganz gut zu meinem Projekt passen. Ich arbeite für die Firma Gugler in Melk (www.gugler.at) und wir haben unser fast zweijähriges Forschungsprojekt "Kompostierbare Druckprodukte nach Cradle to Cradle" erfolgreich abgeschlossen. Jetzt können wir kompostierbare Druckprodukte erzeugen und möchten unser Portfolio z.B. mit kompostierbaren Kuverts erweitern. Dazu bräuchten wir eine kompostierbare Folie ... meine Frage: Könnten Sie mir Angaben zu den Hersteller der Ja-Natürlich Biofolie geben? Oder einen Kontakt? Würde mir sehr weiterhelfen. Dankeschön!
Liebe Roswitha,
bitte wende dich zu dem Thema an info@janatuerlich.at
Ich habe ihren Artikel vom 23.01.13 in den Salzburger Nachrichten mit Freude gelesen. Ich begrüße es sehr, dass "Ja Natürlich" jetzt auf kompostierbares Bioplastik setzt.
Toll fände ich es auch, wenn es bald wieder Milch und Joghurt in Glasflaschen zu kaufen gäbe.
Mit freundlichen Grüßen
Esther Odic
Liebe Esther Odic,
danke für deine anerkennenden Worte. Allerdings ist uns wichtig, auf den Unterschied zwischen unserer nachhaltigen Folie aus Zellulose (nachwachsendes Material Holz) und Bioplastik - das wir als Verpackungslösung ablehnen - hinzuweisen:
Bio-Plastik kann aus unterschiedlichen Rohstoffquellen hergestellt werden. Am meisten verbreitet ist das sogenannte PLA oder Stärkeblends. Diese Materialien werden aus Lebensmitteln wie Mais oder Kartoffelstärke hergestellt. Der Mais wird allerdings in den USA als Monokultur und unter Einbringung hoher Düngemengen (=Erdöl) angebaut. Ebenso sind Gentechnik und hoher Wasserbedarf ein Thema. Diese Handhabung ist mit unserer Bio-Philosophie unvereinbar. Deshalb hat sich Ja! Natürlich gegen Bio-Plastik und für Verpackungslösungen aus nachwachsenden Ressourcen, die keine Lebensmittel sind, entschieden.
Und zu deiner Frage "Milch und Joghurt in Glasflaschen": Das Recyceln von Glasflaschen hält leider – entgegen vielfach vermeintlich „umweltfreundlichem“ Image – ganz und gar nicht, was sich der umweltbewusste Konsument verspricht. Das Reinigen der Flaschen wird unter teurem technisch chemischem Aufwand mit viel Energie umgesetzt (Säure-Laugen und hohe Temperaturen zum Waschen!). Dazu kommt das hohe Transportgewicht von Glasgebinden, die die Kosten nicht nur verteuern, sondern auch die Umwelt benachteiligen. Unsere Qualitätsmanager wägen zu diesen Themen die Vor- und Nachteile höchst gewissenhaft und präzise ab, und den Ergebnissen entsprechend präsentieren wir unseren Konsumenten die optimalste Lösung.