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Bärlauch schenkt Bärenkräfte (0)

Von Margit Fensl | 27.03.2014 | Kategorie >> Ernährung/Kochen, genießen & mehr!

Der Bärlauch (Allium ursinum) ist ein schmackhafter Frühlingsbote!
Wenn uns ein Waldspaziergang den Kopf verdreht, wenn die Lungen nicht nur mit frischer Luft gefüllt werden, sondern auch unsere Nase mit dem würzig wilden Aroma des Frühlingserwachens, wenn dazu jede Suppe den unverkennbaren Grünstich bekommt - ja dann ist Bärlauchzeit.
Das Besondere, Bärlauch schenkt uns aufgrund gesunder Inhaltsstoffe Bärenkräfte! Aber Achtung -  es gibt auch giftige Doppelgänger. Hier erfährst Du alles über den köstlichen Frühlingsboten.

Allerlei Wissenswertes zum Bärlauch:
Die verwendete Pflanzenteile sind Blätter, aber auch Blüten und Blütenstiele. Die Kennzeichen des Bärlauchs: Der Bärlauch hat hellgrüne Blattrosetten, wobei die Blätter meist zu zweien stehen und einen langen, deutlichen Blattstiel (bis zu 20 cm) haben. Die Blätter haben eine flache Blattspreite. Sie haben eine matte Unterseite und zeigen deutlich parallele  Blattadern sowie eine deutliche Mittelrippe. Der Unterschied zum  Maiglöckchen? Es fehlt die oberirdische Blattscheide. Bärlauch blüht im April mit doldenartigen Blütenständen, er hat kleine weiße sternförmige Blüten.  Blütezeit: März bis Mai  Standort: Wald, nährstoffreicher tiefgründiger Boden, Auen bis 1900m

Achtung beim Bärlauch-Sammeln - Bärlauch hat giftige Doppelgänger!
Herbstzeitlose:
80 bis 120 g sind tödlich! Verlass Dich nicht auf den Geruch! Die Herbstzeitlose ist zwar eine Wiesenpflanze, kann aber durchaus neben einem Bärlauch stehen. Der Unterschied: Ihre Blätter sind fleischiger, haben keinen deutlichen Blattstiel, dafür aber eine stark glänzenden Oberfläche und sie sind stengelumfassend. D.h. die Blätter sind umeinander gewickelt, nicht freistehend wie beim Bärlauch. Die Herbstzeitlose sieht irgendwie auch wie eine kleine Tulpe aus. Ihre Blätter sind an der Spitze abgerundet und junge Blätter kommen zu dritt aus dem Boden. Bei Bärlauch hingegen kommen die jungen Blätter einzeln aus dem Boden, später zu zweit oder in kleinen Gruppen. Bärlauch hat auf der Blattunterseite eine kräftige Mittelrippe, die der Herbstzeitlose fehlt!
Maiglöckchen:
Auch das Maiglöckchen ist in entsprechenden Mengen tödlich! Es wächst eher auf trockenen Standorten, kann aber ebenfalls in Laubwälder vorkommen. Der Unterschied: Es hat eine lange oberirdische Blattscheide, die Blattunterscheite ist glänzend. Übrigens: Maiglöckchen haben unterirdisch keine Zwiebel (Bärlauch) sondern einen Wurzelstock.
Schwarzer Germer:
Ebenfalls giftig, zur Unterscheidung, hat Blätter, die einer Waschrumpel ähneln.
Aronstab:
Der Aronstab wächst wie der Bärlauch in halbschattigen Laubwäldern. Die Aronstab-Blätter sind wie Pfeile geformt mit Widerhaken am Stielansatz. Ganz junge Blätter haben aber noch keine Widerhaken und eine ähnliche Form wie Bärlauchblätter. Ihre Blattnerven sind jedoch unregelmäßig geformt und nicht parallelnervig wie beim Bärlauch. Sie können die Mundschleimhaut verätzen.
 

Tipp:
Wer hier ganz sicher gehen möchte, jetzt gibt es Bärlauch von Ja! Natürlich in Deiner BILLA und MERKUR Filiale!

Der Mythos von den Bärenkräften
Bärlauch hat “Bärenkräfte”, denn Pflanzen, die Bärennamen tragen, waren solche, denen man “Bärenkräfte” zusprach. Unser Bärlauch zählt zu den kräftigsten Bärenpflanzen. Nicht nur die Kelten und Römer kannten den Bärlauch als Heilpflanze, die Römer nannten ihn sogar “herba salutaris”, Heilkraut.
Die Pflanze hat ihren Namen vom Bären: Bären halten ihren Winterschlaf in den Höhlen, und wenn der Duft des Bärlauchs in ihre Höhlen dringt, wissen sie der Frühling ist da. Munter geworden, beginnen sie sofort, Unmengen der Pflanze zu vertilgen und kommen so wieder zu „Bärenkräften“. Menschen die ebenfalls im Frühjahr zu solchen Kräften kommen wollen, essen reichlich davon.

Der Bärlauch ist ein kleiner Alleskönner!
Bärlauch hat den höchsten Gehalt an einem gesunden ätherischen Öl mit schwefelhaltigen Verbindungen, sowie Eisen, Magnesium und Mangan. Bärlauch hilft den Darm zu sanieren, indem er eine keimhemmende Wirkung auf die Darmflora hat, ohne die nützlichen Darmbakterien, die der Körper zur Verdauung und für das Immunsystem braucht, zu zerstören. Bärlauch hat auch eine anregende Wirkung auf die Verdauungsdrüsen. Die Nahrung kann besser verdaut werden und wirkt. Schwefelhaltige Verbindungen sind schon immer geschätzt worden. Sie haben eine stark entgiftende Wirkung auf den gesamten Organismus. Innerlich angewendet, bindet Schwefel Schadstoffe, wirkt dadurch reinigend auf das Bindegewebe und wirkt sich positiv auf die Haut aus. Weiters wird ihm auch eine leicht blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt.

Einzigartiger kulinarischer Genuss –
Bärlauch eignet sich hervorragend für Bärlauch-Butter, Aufstriche, Suppen,  Spinat und Bärlauch-Pesto.

Bärlauch Paste:
Wie’s geht? Ja! Natürlich Bärlauchblätter>>  fein wiegen, mit Salz (im Verhältnis auf ca. ½ kg Blätter 4 dag Salz) vermischen, in kleine Tiegel füllen und mit Ja! Natürlich Olivenöl >> übergießen, bis das Öl über den Blättern steht. Kühl aufbewahren, ca. 6 Monate haltbar, nach dem Öffnen schnell verbrauchen.

Wie bereitest Du Bärlauch am liebsten zu?

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