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Kräuterlexikon

Von Bio-Basilikum bis Bio-Zitronenmelisse, hier stelle ich unsere Ja! Natürlich Kräuter vor.
Erfahre vieles von ihrer Verwendung in der Küche über interessante Gesundheitstipps sowie köstliche Rezepte bis hin zum spannenden Mythos, der ja viele Pflanzen umgibt.

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Auf der Suche nach dem passenden Kraut?

Nutze unsere Volltextsuche! Damit kannst du nicht nur nach einem bestimmten Kraut (z. B. Estragon) suchen, sondern auch nach Eigenschaften. Gib z. B. „ausgleichend“ oder „pfeffrig“ in die Suchmaske ein, so erhältst du alle Kräuter, auf die das jeweilige Kriterium zutrifft.

Basilikum

Lateinischer Name: Ocimum basilicum
Pflanzenfamilie: Lippenblütengewächs (Labiatae)

Botanik, Sorten: Meist einjähriges Kraut, sehr kälteempfindlich. Es gibt verschiedene Basilikumformen, großblättriges, rotlaubiges und besonders würziges kleinblättriges und zimtduftendes. Probieren Sie auch Thai-Basilikum: mit seinem anisartigen Geschmack eignet er sich besonders für asiatische Gerichte.

Anbau /Pflege: Braucht viel Sonne, Wärme und humusreichen Boden. Frostempfindlich.

Geschmack: Kräftig würziger warmer Duft und Geschmack.

Verwendung in der Küche: Sehr vielseitig einsetzbar – immer frisch verwenden und nicht mitkochen, sondern immer erst den fertigen Speisen zufügen, um sein frisches Aroma zu erhalten. Blätter zerrupfen, nicht schneiden, da sonst das Aroma verloren geht. Blätter verlieren beim Trocknen ebenfalls an Aroma, besser in Öl einlegen.

Gerichte: Für italienische Gerichte, Fisch, Fleisch, Salate, Käse, Pilze, Tomaten, Pasta, Pesto, auf Pizza, Kräuteröle und Kräuteressig.

Küchentipp: Wenn Sie Bio-Basilikum konservieren möchten, so legen Sie es in Bio-Olivenöl ein. Blätter zerkleinern, etwas salzen, in kleine Tiegel einschichten und mit Öl der Wahl übergießen.

Gesundheitstipp: Genießen Sie den Geschmack und den Duft des Bio-Basilikums, er soll aufmunternd und beruhigend wirken, sowie die Konzentration verbessern.

Mythos: Zu den magischen Kräften gehört der Liebeszauber, Bio-Basilikum soll Herz und Geist öffnen und die Zuneigung fördern.

Rezept: Bio-Basilikumnudeln nach Genießer Art
Quelle

Wiegele, Miriam; Heilsames und aromatisches Grün. Band I: Die Heilkräfte all der würzenden Pflanzen. Bacopa, 1. Auflage, Schiedlberg 2009 / Prof. Bankhofer, Hademar; Das große Kräuterbuch. Kneipp Verlag, 1. Auflage, Wien 2010 / Kräuter in Garten und Küche; “die umweltberatung” Österreich; 3. Auflage, Wien 2007

Bohnenkraut

Lateinischer Name: Satureja montana
Pflanzenfamilie
: Lippenblütengewächs (Labiatae)

Botanik, Sorten: Es gibt das einjährige Sommer Bohnenkraut (Satureja hortensis), welches lieblicher schmeckt und das etwas mildere ausdauernde Winter-Bohnenkraut (Satureja montana), welches pfeffrig mundet.

Anbau /Pflege: Liebt Sonne, Wärme und humusreichen Boden. Frostempfindlich.

Geschmack: Kräftig würzig, leicht pfeffrig.

Verwendung in der Küche: Wird in der Mischung „Kräuter der Provence“ verwendet, gemeinsam mit Bohnenkraut, Oregano, Thymian, Majoran und Rosmarin.

Gerichte: für alle Gerichte mit Hülsenfrüchten, besonders bei grünen und gelben Bohnen, (daher der Name), für Schweine- und Lammfleisch, Rindfleisch, Gulasch, Salz- und Essiggurken, Fisch, Salate und Gemüsepfannen, Pilzgerichte und Kartoffelgerichte.

Küchentipp: Wenn man Bohnenkraut konservieren möchte, am besten im August kurz vor oder während der Blüte abschneiden und trocknen.

Gesundheitstipp: Bohnenkraut unterstützt die Verdauung und ist daher ein ideales Gewürz für Bohnen und Erbsen, bzw. allen Hülsenfrüchten

Mythos: Bei den Griechen und Römern scheint das Bohnenkraut schon früh bekannt gewesen zu sein, sie gaben ihm den Namen Saturei, nach dem Satyr, dem lüsternen Waldgeist, dessen Namen synonym für einen abnorm gesteigerten Geschlechtstrieb des Mannes war. Wissenschaftliche Beweise gibt es derzeit keine. Bohnenkraut ausprobieren lohnt sich aber jedenfalls.

Rezept: Bauernsalat von der Ziegenalm

Borretsch (Gurkenkraut)

Lateinischer Name: Borago officinalis
Pflanzenfamilie
: Rauhaargewächs (Boraginaceae)

Botanik, Sorten: Robustes einjähriges Kraut.

Anbau /Pflege: Eher anspruchslos, vorsichtig beim Umpflanzen, da es empfindliche Wurzeln besitzt.

Geschmack: Gurkenähnlicher leichter Geschmack.

Verwendung in der Küche: Die jungen Blätter wegen der Härchen immer fein hacken, die essbaren Blüten sind eine hübsche Dekoration in Salaten, Blüten für sommerliche Getränke oder auch in Eiswürfel eingefroren.

Gerichte: Die frischen jungen Blätter für Salate, Saucen, Mayonnaisen oder auch Kräuterbutter; Salate, Risotto, Blüten für Dekoration.

Küchentipp: Zwei Blatter zu Kohlrabi mitgekocht färbt ihn wunderbar grün und gibt einen angenehmen Geschmack. Die Blüten in Eiswürfeln sind eine tolle Dekoration.

Gesundheitstipp: Borretsch nur in geringen Mengen verwenden, so ist er sehr wertvoll, in großen Mengen bekommtdie Pflanze aufgrund der Pyrrolizidinalkaloide unserer Leber möglicherweise nicht.

Mythos: Hildegard von Bingen und andere Kräuterautoren liest man folgendes: „die Blätter in Wein eingelegt und davon getrunken, machen fröhlich und vertreiben die traurigkeit und allerley schwermütigkeit.“ In der Volkskunde wird Borretsch auch „Herzfreund“ genannt.

Rezept: Vollkornbrotterrine mit Pumpernickelcreme

Currykraut

Lateinischer Name: Helichrysum italicum
Pflanzenfamilie
: Korbblütler (Asteraceae)

Botanik, Sorten: Mehrjährig.

Anbau /Pflege: Liebt warme sonnige Plätze, winterhart.

Geschmack: Dezent nach Curry

Verwendung in der Küche: Die frischen kräftigen Zweige können ganz mitgekocht werden oder man zerstößt sie im Mörser.

Gerichte: Für Currygerichte, Lammkeulen, Ossobuco oder auch Erdäpfelsuppen, Suppen, Eintöpfe, gedünstetes Gemüse, Reisgerichte, Fleischgerichte, Soßen und Curry.

Küchentipp: Wer den Geschmack von Curry gerne hat, der verfeinert damit Süßspeisen, es verleiht ihnen einen besonders aromatischen Geschmack.

Gesundheitstipp: Aus den Blüten kann man einen Tee zubereiten, der äußerliche angewendet für eine schöne Haut sorgt. Am besten darin baden.

Mythos: Das Öl oder der Tee der gelben Blüten soll äußerlich angewendet für eine schöne Haut sorgen.

Rezept: Paradeiser-Kräuterketchup

Dille

Lateinischer Name: Anethum graveolens
Pflanzenfamilie
: Doldenblütengewächs (Apiaceae)

Botanik, Sorten: Einjährige, krautige Pflanze mit feinen fadenförmigen Blättern. Die Früchte sind eiförmig oder rund und bis zu 5 mm groß.

Anbau /Pflege: Eher anspruchslos, nur Staunässe verträgt er nicht.

Geschmack: Holziger Duft und würziger Geschmack.

Verwendung in der Küche: Dill und Gurken lieben nicht nur im Garten die Nähe, sondern auch in der Salatschüssel.

Gerichte: Für Suppen, Soßen, frische Salate (besonders Gurken), Erdäpfel, Reis, Eiergerichte, Kohl, Kohlrabi, Wurzelgemüse, Tofu, Fleischeintöpfe, Fisch, Lachs, Geflügel, zum Einlegen von Gurken, Mayonnaise, Dips, Kräuterbutter, Kräutersenf , Kräuteressig und Dill-Senf-Sauce.

Küchentipp: Dill verliert durch das Trocknen und das Kochen an Aroma, daher erst kurz vor dem Servieren und immer frisch dazu geben.

Gesundheitstipp: Dill beruhigt die Verdauung und unterstützt das Immunsystem.

Mythos: Der Name Dill kommt vermutliche vom Altnordischen “dilla”, beruhigen, beschwichtigen, angeblich war “dilla” auch das englische Ammenwort für einlullen. Schon lange wird Tee aus Dillsamen vor dem Zubettgehen getrunken.

Rezept: Räucherforellenmousse

Estragon

Lateinischer Name: Artemisia dracunculus
Pflanzenfamilie
: Korbblütler (Compositae)

Botanik, Sorten: Es gibt 2 Sorten, den deutschen oder französischen Estragon, dieser schmeckt feinwürzig mit einer leichten Süße. Er braucht einen Winterschutz. Oder der widerstandsfähige russische oder sibirische Estragon, mit leicht bitterem kerbelartigen Aroma.

Anbau /Pflege: Eher anspruchslos, bevorzugt einen geschützten Platz in der Sonne. Der französische Estragon braucht einen Winterschutz.

Geschmack: Süß und aromatisch, leicht an Fenchel, Anis oder Süßholz erinnernd, verleiht feines unvergleichliches Aroma.

Verwendung in der Küche: Estragon sollte frisch verwendet werden, da er getrocknet nur noch ein sehr schwaches Aroma besitzt. Da die Stängel etwas holzig sind, werden von der Estragonpflanze nur die langen, schmalen, grünen Blätter verwendet. Die Franzosen nennen Estragon den »König der Kräuter«. Er findet in der französischen Küche häufige Anwendung z.B. in der Sauce Béarnaise oder Sauce Tartare und ist fixer Bestandteil der Kräutermischung „fines herbes“.

Gerichte: Fisch, Eier, Huhn, Omelett, Pilze, Gemüse, Käse, Soßen, Mayonnaise, Dips, Marinaden, Kräuteressig und Kräuteröl.

Küchentipp: Estragon Zweige in Essig gelegt, macht ihren Salat noch schmackhafter.

Gesundheitstipp: Estragon unterstützt aufgrund der Bitterstoffe die Verdauung und wirkt ausgleichend auf das Nervensystem.

Mythos: Der Name leitet sich von lat. draco, Drache, Schlange ab. Daher kleiner Drache. Seit Plinius Zeiten war man der Auffassung, dass ein Sträußchen in Estragon bei sich getragen vor Schlangenbissen schützen soll. Bitte nicht ausprobieren , besser die Speisen mit Estragon würzen!

Rezept: Bio-Hendl mit Kräutern und gebackenem Paradeiserrisotto